Wie wirkt eigentlich Aktivkohle?

Aktivkohle ist einer der aktuellen Trendwirkstoffe. Doch wie wirkt Aktivkohle eigentlich?

 

 

Schwarz ist das neue Grün - zumindest wenn man sich in den letzten ein bis zwei Jahren auf gesundheitsaffinen Webseiten und Social Media Kanälen umgesehen hat. So haben allerhand Essen und zahlreiche Pflegeprodukte plötzlich eine schwarze Farbe. Grüne Smoothies wurden plötzlich durch schwarze Säfte ersetzt.

 

Schwarz? Ja, Sie haben richtig gelesen. Denn einer der neuen Trendwirkstoffe heißt seit ein paar Jahren Aktivkohle.

 

Erfahren Sie, wie Aktivkohle wirkt, was sie besonders macht und was Sie bei der Einnahme beachten sollten.

 

 

 Aktivkohle: Altbekannte Arznei 

 

Aktivkohle, die auch als medizinische Kohle bezeichnet wird, gibt es nicht erst seit ein paar Jahren. Sie soll bereits vor Jahrhunderten aufgrund ihrer giftbindenden Wirkung eingesetzt worden sein. Und vielleicht haben Sie Aktivkohle in Form von Kohletabletten auch schon das ein oder andere Mal in Ihre Reiseapotheke gepackt. Denn Aktivkohle kommt gerade bei Magen-Darm-Infekten zum Einsatz, um hier Giftstoffe, Schadstoffe und Bakterien zu absorbieren und die Beschwerden damit zu lindern.

 

 

 Aktivkohle wirkt wie ein Schwamm 

 

Aktivkohle wird meist aus Lindenholz oder Nussschale gewonnen, indem diese starker trockener Hitze ausgesetzt wird. Als Endprodukt entsteht reine aktivierte Kohle, die enorm porös ist und damit eine große Oberfläche hat. Sie können sich das Ganze, wie einen sehr porösen und saugfähigen Schwamm vorstellen und letztlich macht genau das die Wirkung von Aktivkohle aus. Aktivkohle kann durch die große Oberfläche und Bindewirkung Stoffe effektiv an sich binden.

 

Daher wird Aktivkohle eben auch genau zu solch absorbierenden Zwecken eingesetzt: beispielsweise bei Vergiftung, z.B. durch Überdosierung von Medikamenten oder Lebensmittelvergiftung, sowie Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. 

 

 

 

 Aktivkohle als Lifestyle Produkt und Trend-Zutat 

 

Neben dem Einsatz von Aktivkohle bei Vergiftungen oder auch Magen-Darm-Infekten, so ist sie in den letzten Jahren verstärkt zum Lifestyle-Produkt geworden. Saft und Smoothie mit Aktivkohle, Eis und Kaffee mit Aktivkohle, Brötchen mit Aktivkohle - schwarze Lebensmittel sehen nicht nur cool aus, sondern sollen auch gut für die Gesundheit sein. Denn aufgrund der binden Wirkung von Aktivkohle soll sie auch beim Entgiften und Detoxen helfen. Außerdem werden Aktivkohle weitere gesundheitsfördernde Wirkweisen und die Milderung diverser Beschwerden nachgesagt: So soll Aktivkohle bei Blähungen und Blähbauch Abhilfe schaffen, zahnreinigend wirken, die Haut reinigen oder auch bei einem Kater helfen, die durch Alkohol im Körper entstandenen Schadstoffe auszuscheiden.

 

Klingt an sich sehr gut! Dabei ist allerdings auch zu beachten, dass Aktivkohle nicht zwischen schädigenden und guten Stoffen unterscheidet. Das bedeutet, dass die Einnahme auch gesunde Nährstoffe, wie Vitaminen, oder auch Wirkstoffe von Medikamenten binden soll.

 

 

 Aktivkohle bewusst zur Entgiftung und Reinigung einsetzen 

 

Viel hilft nicht immer gleich viel: Das gilt auch für Aktivkohle. Denn wenn Sie an sich ein gesunder Mensch sind, brauchen Sie Aktivkohle nicht präventiv einnehmen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sie auch gesunde Nährstoffe oder auch Wirkstoffe aus Medikamenten binden kann. Aktivkohle jedoch hin und wieder mal als Saft oder in einem anderen Lebensmittel bewusst einzunehmen, gerade wenn Sie ein paar Tage Schlemmerei hinter sich haben oder einen Abend etwas mehr Alkohol getrunken haben, ist in Ordnung (insofern Sie keine Medikamente einnehmen).

 

 

Und auch Ihrer Haut können Sie von Zeit zu Zeit ein tiefenreinigendes Peeling mit Aktivkohle, wie das Detox Intense Peeling gönnen, um sie von Schmutzpartikeln und Ablagerungen zu befreien.

 

Die innovative Detox Intense Maske reinigt ebenso intensiv mit entgiftenden Aktivkohleperlen. Edelweiß-Stammzellen schützen zudem vor oxidativem Stress, wirken straffend und regenerieren fühlbar die Spannkraft der Haut. 

 

 

 

Autor: Nadine Hüttenrauch

 

 

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