Bitterstoffe: Regen die Entgiftung an und helfen gegen Heißhunger

Wenn Sie ständig Lust auf Süßes haben, fehlen ihn möglicherweise Bitterstoffe. Diese regen außerdem die Leber an und helfen so beim Entgiften.

 

Photo by Danielle MacInnes on Unsplash

 

 

Süße Teilchen, Kuchen, Süßigkeiten, Schokolade, Müsliriegel - die Versuchung zu Süßem zu greifen, scheint an jeder Ecke zu warten. Kein Wunder also, dass wir uns immer wieder dazu verleiten lassen nach Süßem zu greifen und gar eine richtige Sucht danach entwickeln. Unser Geschmack ist auf Süß getrimmt!

 

Das wiederum hat zur Entwöhnung von bitteren Geschmäckern geführt und bittere Lebensmittel kommen nur noch in sehr geringen Mengen in unserer täglichen Ernährung vor. Dabei haben die in bitteren Lebensmitteln enthaltenen Bitterstoffe viele gesundheitliche Vorteile! Sie wirken unter anderem antioxidativ, anregend auf die Leber, unterstützend auf die Verdauung und sie wirken positiv auf Zuckersucht, Heißhunger und die Fettverbrennung.

 

 

 

 Was sind Bitterstoffe? 

 

Bitterstoffe sind die bitter schmeckenden Inhaltsstoffe von pflanzlichen Lebensmitteln. So enthalten einige Salatsorten, bestimmte Gemüsesorten, Wildkräuter oder auch Zitrusfrüchte Bitterstoffe. Es handelt sich dabei um sekundäre Pflanzenstoffe, die die Pflanzen genau genommen vor Fressfeinden schützen sollen. Bei uns Menschen haben sie jedoch eine gesunde Wirkung auf verschiedene körpereigene Prozesse, wie zum Beispiel die Verdauung und die Entgiftung.

 

Allerdings kommen sie heute nur noch in sehr geringen Mengen in der täglichen Ernährung vor. Erstens, weil wir uns geschmacklich von ihnen entwöhnt haben. Zweitens, weil aufgrund dieser Geschmacksveränderung Bitterstoffe mittlerweile aus Gemüse, Salat und Früchten größtenteils heraus gezüchtet wurden, um süßer und damit angenehmer zu schmecken.

 

 

 Bitte bitter: So wirken Bitterstoffe 

 

Bitterstoffe sollten wieder einen wichtigeren Bestandteil unserer Ernährung ausmachen, denn sie haben eine sehr gesunde Wirkung. Klassischerweise werden sie häufig bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt, da sie eine positive Wirkung auf die gesamte Verdauung haben.

 

Nicht nur auf die Produktion der Gallenflüssigkeit sollen Bitterstoffe fördernd wirken, auch Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber und Darmflora sollen von Bitterstoffe profitieren. Funktioniert die Verdauung und ist Balance, so werden auch Zuckersucht und Heißhungerattacken eingedämmt. Gleichzeitig funktionieren die körpereigene Entgiftung und der Stoffwechsel besser.

 

Darüber hinaus sollen Bitterstoffe den Geschmack beeinflussen, sodass die Lust und der Appetit auf Süßes gemindert wird. Auch bei Übergewicht und dem Ziel Gewicht zu verlieren können Bitterstoffe somit von Vorteil sein

 

 

 

 Ziemlich bitter: Diese Lebensmittel enthalten viele Bitterstoffe 

 

Es gibt zahlreiche Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten. Darunter gibt es jedoch einige, die besonders reich an Bitterstoffen sind. Dazu zählen:

 

  • Gemüse & Salat: Löwenzahn, Rucola, Radicchio, Chicorée, Artischocke, Brokkoli, Rosenkohl

  • Kräuter, Gewürze: Mariendistel, Baldrian, Majoran, Oregano, Ingwer, Hopfen, Pfefferminze, Schafgarbe, Beifuß, grüner Tee

  • Früchte: Vor allem Grapefruit, aber auch Zitrone und Orange

 

Achten Sie bei Ihrer täglichen Ernährung einfach darauf, hin und wieder einige dieser Lebensmittel zu essen oder einen Tee aus bitteren Kräutern zu trinken. Auch sogenannte Bitterelixiere (wie zum Beispiel Schwedenbitter) können, vor den Mahlzeiten eingenommen, unterstützend auf die Verdauung und Entgiftung wirken.

 

Nicht nur Bitterstoffe, sondern auch weitere Nährstoffe sind wichtig für die Verdauung und die körpereigene Entgiftung. Erfahren Sie hier, wie eine darmgesunde Ernährung aussieht, die sich auch in ihrem äußeren Erscheinen widerspiegelt: Beauty and the Food: Warum Schönheit im Bauch beginnt.

 

 

 

Autor: Nadine Hüttenrauch

 

 

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